Objektivierung macht keinen Spass

(Screenshot facebook Radio FM1)

Publiziert am… 08. März 2017 auf der facebook-Seite von Radio FM1.

Ist sexistisch weil… Frauen mal wieder auf ihren Körper reduziert und mit Objekten gleich gesetzt werden. Sie müssen dem heterosexuellen männlichen Betrachter gefallen und „Spass machen“.

Könnte man besser machen, indem… man solche verachtenden Objektivierungen und Sexualisierungen sein lässt.

 

Coverboy

(Handybild Blick)

Publiziert am… 13. Januar 2017 auf blick.ch und in der Printausgabe

Ist sexistisch, weil… sich die Autorin des Artikels auf abschätzige Weise über James Charles äussert.

Könnte man besser machen, indem… man anerkennt, dass Schminke nichts mit dem Geschlecht zu tun hat. David Bowie, Prince, Ozzy Osbourne haben sich auch schon geschminkt. Und das ist mittlerweile auch keine Schlagzeile mehr wert.

 

First Kleiderständer

(Screenshot tagesanzeiger.ch)

Publiziert am… 20. Januar 2017 auf tagesanzeiger.ch

Ist sexistisch, weil… die ehemaligen First Ladies auf Äusserlichkeiten reduziert werden und impliziert wird, dass man von der Kleiderwahl darauf schliessen kann, wie eine First Lady mit Druck umgeht. Der Artikel suggeriert, dass alle Frauen sich bei öffentlichen Auftritten grosse Gedanken über ihre Kleidung machen (müssen). Zudem stülpt man moralische Vorstellungen über eine Frau, wenn man behauptet, dass sie besonders unter Beobachtung steht, weil sie sich auch schon leicht bekleidet präsentiert hat.

Könnte man besser machen, indem… man moralische Vorstellungen weglässt und nicht über ein subjektiv als Modefehlgriff empfundenes Kleid auf die Stärke einer Frau schliesst. Stilkritik kann man machen, optimaler wäre, wenn man dann gleichzeitig noch kurz auf Erfolge oder Spezielles der First Ladies eingeht.

 

 

Ihr lernts wohl nie

(Screenshot blick.ch)

Publiziert am… 18. Januar 2017 auf blick.ch

Ist sexistisch, weil… die Sportlerinnen auf ihr Aussehen reduziert werden.

Könnte man besser machen, indem… man Sportlerinnen den Respekt zeigt, der ihnen gebührt.

 

Ägyptische Sexbombe

 

(Screenshot watson.ch)

Publiziert am… 15.01.2017 auf watson

Ist sexistisch weil… Kleopatra als Sexobjekt porträtiert und über ihre Beziehungen zu Männern definiert wird. Ihre Politik ist nur in Abhängigkeit ihres Körpers und dessen Wirkung auf Männer dargestellt. Der spätere Kaiser August gilt als Tugendhaft, Marcus Antonius soll einen scharfen Verstand gehabt haben, während Kleopatra ausschliesslich als verführerisch und leidenschaftlich dargestellt wird. Dies unterstreicht das alte sexistische Bild Frau=Körper, Mann=Hirn.

Könnte man besser machen indem… man historische Quellen reflektiert. Es mag sein, dass Kleopatra in vielen Quellen genau so dargestellt wird, dies sollte jedoch hinterfragt werden.

 

Shopping

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(Screenshot tagesanzeiger.ch)

Publiziert am… 29. Dezember 2016 auf tagesanzeiger.ch

Ist sexistisch weil… hier ein paar der mühsamsten und dümmsten Geschlechterklischees bedient werden. Die Frau geht shoppen; der Mann läuft ihr wie ein Hündchen nach. Die Frau zickt herum weil sie Komplexe wegen ihres Gewichts hat; der Mann fürchtet sich vor seinem Männlichkeitsverlust.

Könnte man besser machen, indem… man anerkennt, dass solche Glossen destruktiv sind. Und überhaupt: It’s not even funny.

 

Thank god she’s beautiful

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(Screenshot zentralplus.ch)

Publiziert am… 18. Dezember 2016 auf zentralplus.ch

Ist sexistisch weil… im Titel die Pfarrerin auf ihr Äusseres reduziert wird, als hätte sie keine berufsrelevanten Qualitäten. Im Artikel wird dann noch fundierter kritisiert, jedoch wird ihr Aussehen mehrfach erwähnt. Ihre Schönheit bekommt ein enormes Gewicht, wird nahezu verklärt und göttlich gemacht, die Predigt scheint nur noch Nebensache.

Könnte man besser machen, indem... nur die Art wie die Predigt gehalten wird, deren Inhalt und der Gottesdienst allgemein bewertet werden. Wie ästhetisch die Pfarrperson aussieht, ist total unwichtig für eine Predigt- oder Gottesdienstkritik. Das Aussehen der in diesem Beispiel Pfarrerin sollte keine Rolle spielen.

 

Der Blick erhält den ersten Goldenen Tampon

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523 Leser*innen unseres Blogs haben abgestimmt: Der sexistischste Medienartikel des Jahres ist das Blick-Interview mit Sportmoderatorin Steffi Buchli zu ihrer Mutterschaft. Damit ist der Blick der erste Empfänger des Goldene Tampons!

Am 16. Dezember fand die feierliche Übergabe an die Blick-Redaktion satt. Der Preis wurde in Form eines mit goldenen Tampons geschmückten Weihnachtsbaumes vor dem Ringier-Gebäude übergeben. Nachdem lange niemand aus der Redaktion am Empfang des Ringier-Gebäudes den Preis begutachten wollte, hat Kommunikationschef Edi Estermann den Preis in Vertretung entgegen genommen.
Lese mehr auf aktivistin.ch.

 

Verharmlosung von Gewalt gegen eine Frau

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(Screenshot thurgauerzeitung.ch)

Publiziert am… 8. Dezember 2016 auf thurgauerzeitung.ch

Ist sexistisch weil… die Headline Gewalt an einer Frau verharmlost. Das Wort «Beziehung» suggeriert die Mitschuld der Frau und eine gegenseitige Gewalt – was aber gemäss dem Artikel nicht der Fall ist.

Könnte man besser machen, indem… Opfern von häuslicher Gewalt durch Ausdrücke wie «Beziehungsdelikt» und «Familiendrama» nicht länger eine Mitschuld unterstellt wird.

 

Haarpracht als Karriere-Meilenstein

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(Screenshot blick.ch)

Publiziert am… 09. Dezember 2016 auf blick.ch

Ist sexistisch weil…. das Wichtigste und Herausragendste der Karriere laut dem Artikel ihre Frisur ist. Die Haarpracht wird zu einer riesigen Sache aufgebauscht. Eine Frau wird mal wieder nur auf ihr Äusseres und ein bestimmtes Körpermerkmal reduziert.

Könnte man besser machen, indem… man Erfolge herausstreicht und Frau Fasnachts langjährige Fernsehkarriere als Ganzes beleuchtet, anstatt unnötigerweise Frisuren en detail zu beschreiben.

 

 

10 Jahre Äusserlichkeiten

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(Screenshot tagesanzeiger.ch)

Publiziert am… 7. Dezember 2016 auf tagesanzeiger.ch

Ist sexistisch weil… ein ganzer Abschnitt des Artikels allein Doris Leuthards Kleidern gewidmet ist und sie es sogar in die Headline schaffen.

Könnte man besser machen, indem… man sich auch bei Politikerinnen auf das Wesentliche beschränkt: Ihre Politik.

 

Sportberichterstattung à la Blick

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(Screenshot blick.ch)

Publiziert am… 6. Dezember 2016 auf blick.ch

Ist sexistisch weil… sich auf der Sport-Seite von blick.ch von über dreissig Artikel gerade mal drei auf Sportlerinnen beziehen. Dabei gehts bei zweien um das Liebesleben der jeweiligen Sportlerin und bei einem um die Farbe ihrer Unterwäsche. Wow.

Könnte man besser machen, indem… man Frauen in der Sportberichterstattung mehr Platz einräumt. Und mit Sportberichterstattung meinen wir Berichte über SPORT. Nicht über Aussehen, Kleidung oder das Privatleben von Sportlerinnen. Alles klar, Blick? Schön, merci. Weitermachen.

 

Vom nicht gewinnen können

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(Screenshot blickamabend.ch)

Publiziert am… 5. Dezember 2016 auf blickamabend.ch

Ist sexistisch weil… Sophia Tomalla vorgeworfen wird, dass sie sich zu freizügig kleidet. Einerseits steht es der Schauspielerin frei, sich so anzuziehen, wie sie das möchte, und andererseits ist der Artikel heuchlerisch. Genau ein Blick am Abend macht regelmässig mit Brüsten und Ärschen von Frauen Schlagzeilen und ist nicht in der Position, Frauen zu kritisieren, freiwillig Haut zu zeigen.

Könnte man besser machen, indem… man dann Schlagzeilen schreibt, wenn es Schlagzeilen gibt.

 

20 Minuten im Sturzflug

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(Screenshot 20min.ch)

Publiziert am… 5. Dezember 2016 auf 20min.ch

Ist sexistisch weil… Maria Fagerström auf ihr Äusseres reduziert und als Sexsymbol in Szene gesetzt wird.

Könnte man besser machen, indem… man einen Artikel über Pilotinnen schreibt, die deren beruflichen Kompetenzen in den Vordergrund stellen. 20 Minuten schreibt: «Frauen im Cockpit sind noch immer eine Rarität. Weltweit beträgt ihr Anteil nur etwa fünf Prozent.» Solche Artikel, die Pilotinnen nicht als ernstzunehmende Berufsfrauen, sondern als sexualisierte Fetischobjekte präsentieren, werden wohl kaum dazu beitragen, dass mehr Frauen diese Laufbahn einschlagen.

 

Sexismus als Weihnachtsgeschenk verpackt

medienpranger

(Screenshot blickamabend.ch)

Publiziert am… 2. Dezember 2016 im Blick am Abend

Ist sexistisch weil… die Hypothese, dass Männer mehr Geld ausgeben für Geschenke, weil sie nicht basteln und kochen können, generalisierend ist. Somit werden Stereotypen zementiert und reproduziert.

Könnte man besser machen, indem… man bei den Fakten bleibt und Studien kritisch hinterfragt. Wenn schon das «dickere Portemonnaie» erwähnt wird, könnte man auch daraufhinweisen, dass in der Schweiz ein Lohnunterschied von 18 Prozent zwischen Männern und Frauen besteht.